Auch vor Schulen macht Mobbing nicht halt. Es äußert sich oft schleichend, weil Ferien den Prozess immer wieder unterbrechen. Stefan Seitz von der KU Eichstätt – Ingolstadt rät Schulleitern: „Entwickeln Sie eine Streitkultur, die es ermöglicht, mit Konflikten konstruktiv umzugehen.“
Hilfreich sind regelmäßige Mitarbeitergespräche, in denen die Lehrkraft ihr Befinden artikulieren kann. Zudem muss die Schulleitung Warnhinweise ernst nehmen, z. B. Beschwerden einer Lehrkraft über systematische Übergriffe auf seine Person oder Arbeit, Isolation, Angst vor bestimmten Aufgaben sowie (erhöhte) Fehlzeiten. Im Gegenzug sollte die Schulleitung das Engagement von Lehrkräften honorieren und Karrierewünsche fördern.
Damit im Fall der Fälle klare Handlungsvorgaben existieren, ist es sinnvoll, eine Kontaktstelle zu etablieren, evtl. mit der Schulleitung als Mediator. Nicht zuletzt sollten Rahmenbedingungen existieren, die die Arbeitszufriedenheit steigern und ein Wir-Gefühl erzeugen, wie etwa weniger Lärmquellen, gutes Arbeitsmaterial, gerechte Stundenpläne und Toleranz gegenüber Andersdenkenden.
Praxistipps
- Streitkultur entwickeln
- Mitarbeitergespräche führen
- Engagement anerkennen
- Karrierewünsche fördern
- Mobbing-Kontaktstelle einrichten
- Schulleitung als Mediator
- Zufriedenheit fördern
(Quelle: Schulleitung heute 04/11)

