Der Kommunikationsexperte Friedemann Schulz von Thun erklärt: Vier wesentliche Merkmale bestimmen darüber, wie gut ein Text beim Leser ankommt: Einfachheit, Kürze, Gliederung und Leseanreize.
Doch gerade bei komplexen Sachverhalten ist Einfachheit schwierig. Fachtermini oder Fremdwörter eignen sich nicht. Auf die Kernbotschaften kommt es an: Pro Satz ein Gedanke, lautet die Devise. Denn kurze Sätze erhöhen das Lesetempo und machen einen Text spannender. Damit dabei kein Stakkato entsteht, kann ab und an ein Nebensatz einfließen.
Zudem ist es sinnvoll, nicht jeden Hauptsatz mit dem Subjekt zu beginnen. Besonders wichtig ist die Gliederung; der rote Faden. Der Journalist Wolf Schneider rät: „Konkret geht vor abstrakt. Statt ‚Blumen’ zu sagen, könnten Sie die genaue Sorte nennen, statt ‚Maßnahmen’ die konkreten Ziele.“ Je exakter die Formulierung, desto prägnanter wird der Text. Zusätzliche Leseanreize, wie ein spannender Einstieg oder Beispiele, machen Geschriebenes interessanter.
Praxistipps
- Einfach formulieren, ohne Fach- und Fremdwörter
- Ein Satz, ein Gedanke
- Kurze Sätze
- Roten Faden beachten
- Theorie mit Beispielen untermauern
- Kernfrage: Was soll der Leser aus dem Text mitnehmen?
(Quelle: Schulleitung heute 05/11)

